Editorial

Maria Himmelfahrt

Manchmal ist es hilfreich, etwas sprichwörtlich durch die Blume zu sagen. Das kann zum Beispiel verhindern, dass man einem anderen Menschen wehtut oder ihn verletzt. Denn manches muss einmal gesagt werden, aber es kommt eben immer darauf an, wie man es dem anderen beibringt. Durch die Blume gesagt kann man vieles etwas schöner ausdrücken und die Botschaft dabei trotzdem an den Mann oder die Frau bringen.

Am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel nehmen viele Menschen traditionell Sträusse aus Blumen und Kräutern mit in den Gottesdienst. Es ist ein uraltes Brauchtum, dass am 15. August die Kräuter und Blumen gesegnet werden.

Die Legende erzählt Folgendes: Als die Apostel auf dem Berg Zion in Jerusalem zusammengekommen waren, um vom Leichnam Mariens Abschied zu nehmen, öffneten sie ihren Sarkophag. Doch darin fanden sie nicht die sterblichen Überreste der Gottesmutter, sondern ein Meer aus bunten Blumen und Kräutern. Maria wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen, so glauben wir. Und statt Verwesung und Tod finden die Apostel in ihrem Sarg das blühende Leben und allerhand Kräuter, deren heilbringende Wirkung Krankheit und Tod vertreibt.

An Maria Himmelfahrt feiern wir das Leben. Und es ist gut, dass wir es nicht nur mit großen Worten feiern, sondern dass wir es mit allen unseren Sinnen wahrnehmen. So bekommen wir eine Ahnung davon, wie jenes Leben sein wird, das Gott all jenen bereitet hat, die ihn lieben.

Wir feiern Maria Himmelfahrt in unserem Pastoralraum am Samstag, 15. August um 10 Uhr in der Kirche St Mauritius in Berikon mit einer Eucharistiefeier mit Blumen- und Kräutersegnung.

Alle Gottesdienstbesucher sind herzlich eingeladen, Blumen und Kräuter mitzubringen.

Martin von Arx

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