Wertschätzung für Selbstverständliches

Neulich hatten wir wegen eines Wasserrohrbruches kein Wasser: nicht zum Kochen, nicht zum Wäsche-Waschen, nicht zum Duschen, und auch nicht für die WC-Spülung. Dies machte mir bewusst, wie gut bei uns alles funktioniert, nicht nur die Wasserversorgung, sondern Strom, Heizung, Entsorgung, Mobilität und so vieles mehr. Wir brauchen nur den Wasserhahn zu öffnen – und schon werden wir mit klarem, erfrischendem und sauberem Trinkwasser beschenkt. In anderen Ländern der Erde müssen (meistens Frauen) jeden Tag oft kilometerweit gehen, um ihr Heim mit Wasser zu versorgen, mit Wasser von oft sehr zweifelhafter Qualität.

Als einen „Mutmach-Vorsatz“ für das Jahr 2021 habe ich am 1. Januar in der Kirche gesagt: „Die Wertschätzung für Selbstverständliches möchte ich mitnehmen ins neue Jahr.“ Als wir wieder Wasser hatten, habe ich gebetet: „Danke, Gott, für das Wasser!“ – und ins Gebet habe ich unseren Brunnenmeister und alle Menschen mit eingeschlossen, die täglich dafür sorgen, dass bei uns alles gut funktioniert. Robert Weinbuch